Du siehst, was besser laufen könnte. Du hast Ideen, Fähigkeiten und Lust, Verantwortung zu übernehmen. Aber zwischen dem Wunsch, etwas für die Gesellschaft zu bewegen, und der Frage, wo du eigentlich anfangen kannst, liegt oft eine erstaunlich große Lücke.
Der öffentliche Sektor prägt fast jeden Teil unseres Zusammenlebens. Trotzdem bleibt er für viele junge Menschen schwer zugänglich. Welche Möglichkeiten gibt es? Wo werden meine Fähigkeiten gebraucht? Und muss ich überhaupt in einer Behörde arbeiten, um etwas für einen besseren Staat zu tun? Public Makers bringt junge Menschen zusammen, die nicht nur beobachten wollen, was sich verändern müsste, sondern selbst ins Machen kommen wollen. Gemeinsam mit Praktiker*innen und öffentlichen Institutionen schaffen wir Räume, in denen du ausprobieren kannst, wo und wie du gesellschaftlichen Mehrwert schaffen möchtest. Wir bauen Brücken: zwischen jungen Menschen und dem öffentlichen Sektor, zwischen Fachrichtungen und politischen Perspektiven und zwischen guten Ideen und ihrer Umsetzung.
Wir bauen, was noch fehlt
Public Makers entstand 2024 aus einer einfachen Idee: Junge Menschen sollten den öffentlichen Sektor nicht nur beobachten, sondern aktiv mitgestalten. Denn Verwaltung ist ein zentraler Teil der Infrastruktur unseres Zusammenlebens und sie braucht Menschen, die Verantwortung übernehmen und Neues ausprobieren. Heute engagieren sich rund 30 junge Menschen ehrenamtlich bei Public Makers. Wir sind überparteilich und interdisziplinär: Bei uns treffen Technik, Politik, Recht, Verwaltung, Wirtschaft sowie Sozial- und Geisteswissenschaften aufeinander. Unterschiedliche Sichtweisen verstehen wir als Stärke. Die Frage, wie ein gut funktionierender Staat aussieht, gehört keiner einzelnen Partei und lässt sich auch nicht aus nur einer Fachrichtung beantworten.
Wir geben deshalb keinen fertigen Karriereweg vor. Wir helfen jungen Menschen dabei, herauszufinden, wo sie gesellschaftlichen Mehrwert schaffen können: im öffentlichen Dienst, in der Zivilgesellschaft, in einem GovTech-Unternehmen oder mit einer eigenen Gründung. Ein Public Maker ist für uns keine Berufsbezeichnung, sondern eine Haltung: Nicht nur zuschauen, sondern Verantwortung übernehmen und anfangen.
Echte Probleme, echte Partner
Klarheit entsteht oft erst durch Ausprobieren. Deshalb arbeiten wir nicht an erfundenen Fallstudien, sondern an echten Herausforderungen des öffentlichen Sektors. Unsere Reise begann mit einem Bootcamp am TUM Think Tank in München. Heute bringen wir bei Hackathons, Makeathons, Bootcamps und Micro Masterclasses Nachwuchskräfte und Studierende mit Praktiker*innen und öffentlichen Institutionen zusammen. Gemeinsam mit TUM.ai, einer studentischen Initiative für Künstliche Intelligenz an der Technischen Universität München, und dem Auswärtigen Amt entwickelten Studierende Ideen für digitale Diplomatie. Im START Public Makers Lab erarbeiteten interdisziplinäre Teams digitale Lösungen für Aufgaben aus Ministerien und Kommunen. Das Lab erhielt 2025 den Bayerischen Best Practice Award.
Orientierung entsteht auch durch Austausch. In unseren Micro Masterclasses sprechen junge Menschen mit den Praktiker*innen Katrin Suder, ehemalige Staatssekretärin im Bundesverteidigungsministerium, und André Geier, Leiter der Abteilung IT und Veranstaltungstechnik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, über Verantwortung, Führung und Veränderung. Auf Konferenzen bringen wir unsere Perspektiven in größere Debatten ein, wie etwa mit einem Workshop auf der German American Conference an der Harvard University. Dabei wollen wir öffentliche Institutionen weder schlechtreden noch einreißen. Zynismus ist einfach. Machen ist schwer. Wir entscheiden uns fürs Machen und bauen die Brücken, die jungen Menschen bisher fehlen.
Was kannst du beitragen?
Bei Public Makers kannst du selbst Verantwortung übernehmen: Veranstaltungen organisieren, Formate entwickeln, Partnerschaften aufbauen, Kommunikation gestalten oder ein eigenes Projekt vorantreiben. Im Oktober beginnt die nächste Bewerbungsphase für unser ehrenamtliches Team. Auch für unsere Angebote öffnen wir regelmäßig Bewerbungen.
Aktuelle Möglichkeiten findest du auf LinkedIn und Instagram.
Luise Baranowski ist seit Mitte 2026 Vorstandsvorsitzende von Public Makers und verantwortet dort insbesondere die Bereiche Finanzen, Recht und Community.



