Mittwoch, 1. Februar 2023

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Videokommunikation in der Bundesagentur für Arbeit

Über 150.000 Videogespräche seit Beginn der Corona-Krise belegen, dass mit der Videokommunikation ein wichtiges ergänzendes Interaktionsangebot geschaffen wurde. Dieses wird auch nach Ende der Pandemie weiterbestehen.

Die Videokommunikation ergänzt die persönliche Beratung

Die Bundesagentur für Arbeit (BA) bietet ihren Kund*innen inzwischen in vielen Bereichen die Möglichkeit zur Videokommunikation dauerhaft an. Die pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen haben dazu beigetragen, innerhalb kürzester Zeit Alternativen zur persönlichen und telefonischen Beratung in den Häusern zu entwickeln.

Die Beliebtheit der Videokommunikation spiegelt sich in den Nutzerzahlen wider. Dr. Markus Schmitz, Generalbevollmächtigter der BA: „Seit Herbst 2020 fanden über 150.000 Videogespräche in Agenturen und Jobcentern statt, in einer Zeit, in der persönliche Kundengespräche pandemiebedingt deutlich erschwert oder teilweise gar nicht möglich waren. Das macht zusammen über fünf Millionen Gesprächsminuten. Die Weiterempfehlungsquote von 95 Prozent belegt, dass unsere Kund*innen das neue und moderne Interaktionsformat der Videokommunikation sehr gut annehmen und es auch nach Ende der Pandemie weiternutzen wollen.“

Berufsberatung, Weiterbildung, Wiedereingliederung: Videokommunikation ist für viele Beratungsbedarfe möglich

Nicht nur Themen rund um Studium, Aus- und Weiterbildung finden in den terminierten Videogesprächen statt. Auch Kund*innen mit Rehabilitations- und Teilhabebedarfen profitieren von den Videogesprächen und können sich über Fragen der Wiedereingliederung in den Arbeits- und Ausbildungsmarkt im digitalen Beratungsraum austauschen. Seit einigen Monaten können auch Betreuer*innen, Gebärdendolmetscher*innen sowie Eltern von Jugendlichen an den Videogesprächen teilnehmen.

Auch Arbeitgeber greifen bereits rege auf das Angebot der Videoberatung zurück. Das Angebot der Videoberatung in der Familienkasse zum Kinderzuschlag wird seit vielen Jahren von Kund*innen genutzt und steht auch weiterhin dauerhaft zur Verfügung. Seit Anfang dieses Jahres bietet die BA allen Kund*innen, die sich online arbeitssuchend melden, die Option, einen ersten Beratungstermin für ein Videogespräch mit ihrer/ihrem Arbeitsvermittler*in zu buchen. Ab November 2020 haben die ersten Jobcenter die Videokommunikation erprobt und inzwischen nutzen bereits rund 160 Jobcenter erfolgreich die Videokommunikation als zusätzlichen Kommunikationskanal neben der persönlichen und telefonischen Beratung.

Die Videoberatung ist seit Ende letzten Jahres als dauerhafter Interaktionskanal in der BA verankert und wird sukzessive ausgebaut.

Mit wenigen Klicks zur Videoberatung

Die BA bietet ihren Kund*innen eine browser- und geräteunabhängige Videokommunikation. Nach wenigen Klicks öffnet sich der digitale Beratungsraum.

So funktioniert die Videoberatung in der Bundesagentur für Arbeit:

Schritt 1: Termin vereinbaren

Nachdem mit der/dem Kund*in ein Termin vereinbart wurde, erhält sie bzw. er eine E-Mail mit einem Zugangslink und weiteren Informationen zum Videotermin.

In Internet finden Kund*innen Informationen, wie sie selbst, abhängig von ihrem Anliegen, einen Videotermin vereinbaren können.

Schritt 2: Zustimmung erteilen und Geräte überprüfen

Spätestens fünf Minuten vor Beginn des vereinbarten Videotermins sollte die/der Kund*in auf den Zugangslink in der E-Mail klicken und der Einwilligungserklärung zustimmen. Dann muss der Zugriff auf Kamera und Mikrofon erlaubt werden. Das Endgerät und der Browser können auf der Seite Mein Videotermin getestet werden.

Schritt 3: Virtuellen Besprechungsraum betreten

Anschließend betritt die/der Kund*in den virtuellen Warteraum. Die/der Gesprächspartner*in sieht, dass sich die/der Kund*in im Warteraum befindet und schaltet diese/n für den Videotermin frei.

Technische Voraussetzungen

Für die Videoberatung wird folgende Hardware benötigt. 

  • PC beziehungsweise Laptop, Tablet oder Smartphone mit Kamera und Mikrofon
  • Internetverbindung (bei Smartphones mindestens 3G und genügend Datenvolumen)
  • Internetbrowser

Die persönlichen Daten der Kund*innen sind zu jeder Zeit geschützt. Beratungsgespräche werden auch niemals aufgezeichnet.

Historischer Abriss der Videokommunikation in der BA
Videokommunikation ist nicht erst seit Corona ein Thema für die BA: Pioniere auf dem Gebiet sind die Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der BA – seit 2016 – und die Familienkassen, im Aufgabengebiet Kinderzuschlag. Sie nutzen die Videoberatung schon seit 2018.
Im Rechtskreis der Arbeitslosenversicherung wurde das Angebot im Rahmen des „Online Lotsen“ seit Mitte 2018 in der arbeitnehmerorientierten Vermittlung erprobt. Zum September 2020 wurde die Videokommunikation in den Bereichen der Berufsberatung und der beruflichen Rehabilitation und Teilhabe eingeführt. Zum selben Zeitpunkt wurde auch im Bereich der Grundsicherung mit der Erprobung der Videokommunikation begonnen. Auf Grund der gesammelten guten Erfahrungen beschloss der Vorstand der BA im Dezember 2021 die dauerhafte Nutzung der Videokommunikation.
Seit Beginn dieses Jahres ist die BA gesetzlich verpflichtet, im Rahmen der Online- Arbeitsuchendmeldung ein erstes Vermittlungs- und Beratungsgespräch auch per Videokommunikation anzubieten: Kund*innen der Agenturen für Arbeit, die sich online arbeitssuchend melden, können im Anschluss an die Meldung online einen Gesprächstermin vereinbaren. Dieses erste Beratungs- und Vermittlungsgespräch kann dann in Präsenz oder per Videokommunikation stattfinden.
Nach den bisherigen Erfahrungen hat die Videokommunikation das Potenzial, neben der persönlichen Beratung zu einem bedeutenden Kanal für die Beratung zu werden. Gespräche per Video sind ein guter Weg, um Beratung persönlich zu gestalten. Manche Kund*innen fühlen sich zu Hause in der gewohnten Umgebung auch einfach wohler.

Vanessa Thalhammer ist Pressereferentin bei der Bundesagentur für Arbeit. Sie betreut schwerpunktmäßig die externe Kommunikation der Online-Dienstleistungsangebote der BA. Diese haben insbesondere seit dem Ausbruch der Corona-Pandemie einen enormen Digitalisierungsschub erfahren.

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