Donnerstag, 1. Dezember 2022

Tierisches Vergnügen

Tierische Kolleg*innen

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Dr. Eva Charlotte Proll
Dr. Eva Charlotte Proll
Dr. Eva-Charlotte Proll ist verantwortlich für Unternehmensentwicklung und Digitalisierung beim Behörden Spiegel – nach außen wie nach innen. Sie ist passionierte Reiterin, macht gerne Sport und ist mit Ihrer kleinen Tochter viel draußen unterwegs.

Die sind ja wie Katz und Maus und müssen ein Hühnchen miteinander rupfen – nein gar nicht, normal schmieren sie sich Honig ums Maul, nur für diese Challenge wollen sie den Stier bei den Hörnern packen: Wer bekommt die meisten Tier-Redewendungen, Sprichwörter und Eselsbrücken in einen Text von ca. 3000 Zeichen und was hat das Ganze dann noch mit dem Öffentlichen Dienst zu tun?

Wir wollen uns hier ein tierisches Vergnügen gönnen und die Katze aus dem Sack lassen, auch mal eine Heilige Kuh schlachten.

Wenn die Digitalisierung der Verwaltung mal wieder auf der faulen Bärenhaut liegt, der Föderalismus haken schlägt wie ein Hase, das Bundeswehr-Sondervermögen an der Schuldenbremse vorbei, wie ein Pferd von hinten aufgezäumt wird und sich die Gaspreisbremse als Eintagsfliege erweist, dann brauchen wir alle mehr vom tierischen Vergnügen.

Das gilt grundsätzlich für alle Verwaltungsmitarbeitenden, die ackern wie ein Pferd und Hummeln im Hintern haben, denn ohne sie würde der Staat – wie in einem Bienenvolk – keinen Honig produzieren. Denn der Staat ist ja immer noch das beste Pferd im Stall bei galoppierender Inflation und Krisen, die sich winden wie eine Schlange. Er muss den Hahn aufdrehen, bunt wie ein Vogel auf die vielfältigen Anforderungen und Wünsche der Bevölkerung reagieren. Dabei dürfen Hilfen nicht durch die Bürokratie in einem Schneckenrennen daherkommen oder wie Fische auf dem Trockenen liegen. Ein falscher Tritt und die hoch gepriesene Fehlerkultur in der Verwaltung scheint schon wie die letzte Kuh gemolken. Den Letzten beißen sonst die Hunde.

Aber zum Vergnügen: Das hängt auch mit dem Wetter und fleißigen Bienen zusammen. Im Oktober flogen die Schwalben in den Höh’n, so blieb das Wetter warm und schön. Sollten sie aber tiefer fliegen, werden wir bald Regen kriegen. Dann könnte es Katzen und Hunde regnen und ich muss meine Schäfchen ins Trockene bringen. Doch sehe ich im November noch Schmetterlinge tanzen, kann getrost wieder draußen pflanzen. Es steppt auch der Bär in Nachbars Garten. Hoch lebe der Klimawandel.

Gute Laune bekomme ich auch beim Schmaus – wie der, den die Bremer Stadtmusikanten im Räuberhaus zu sich nehmen. Manch einer isst nur vegetarisch – weder Fisch noch Fleisch.

Manch einer lauscht den schönen Tönen der Meisen – Cuno der Esel fabriziert Gold am Hinterteil oder gar der Gitarre, wenn eine alte Dame geht Heringe essen. Von einem bis zu sechs Kreuzen – geh du alter Esel, hole Fische! Aber afrikanische Elefanten haben lange Ohren – können die Klänge besser hören – indische Elefanten haben winzige Ohren.

Vergnügen kommt auch auf, beim Gespräch über Haustiere. Manch einer mag es exotisch, kennt sich aber bestens aus: bissig ist das Krokodil, nennt es richtig – ein Reptil. Ein Riese im Weltenmeer, bis 190 Tonnen schwer, der Wassertiere Admiral, ist der Koloss, der blaue Wal. Und zweihöckrig lebt das Trampeltier; das Dromedar, das merkst du dir, hat einen nur, doch ohn‘ Geneide, denn Kamele sind sie beide.

Manch einer mag die Kleinen lieber: Welpen sind Hundekinder, Kälber neugeborene Rinder, die Nachkommen von Pferden nennt man Fohlen hier auf Erden. Wäre nur wichtig, dass sie ohne Rabeneltern aufwachsen. Aber je jünger sie sind, desto mehr können sie sich zum Affen machen.

Der Waldliebhaber, meist ein alter Hase, ist mit heimischen Gefiedern zufrieden und weiß, die Frau des Rehbocks namens Ricke, lässt nie das Kitz aus ihrem Blicke. Im Gegensatz tut dies die blinde Kuh. Und wenn es sich versteckt, dann wohl eher unter Lärchen, denn das sind Bäume, Lerchen sind Vögel. Er weiß, nur der frühe Vogel fängt den Wurm. Was er wohl nicht sehen wird, hat einen spitzen Schnabel, trägt einen Kamm auf seinem Kopf, merkt sich dennoch den Namen Wiedehopf.

Jetzt aber Butter bei die Fische! Denn wenn gar nichts mehr bleibt, sucht man den Sündenbock im Sternzeichen: Wie stumm zwischen Krebs und Löwe die Jungfrau war; der skandalerprobte Schütze steinigte am Wasser die Fische.

Nichts wissen wollen wir von blöder Kuh, dickem Schwein, dummen Hunden, eingebildetem Pfau und dem Elefanten im Porzellanladen, der hinterhältigsten Ratte sowie dem faulen Stinktier.

Kommen wir zu allem Ursprung, der Erde, zurück, müssen wir konstatieren: Oh Sie altes Ferkel!

Und am Ende des Artikels bleibt zu hoffen, dass ich aus einer Mücke keinen Elefanten, mich nicht zum Affen gemacht habe und ein echtes Adlerauge bewiesen habe und als schlauer Fuchs aus dem Rennen gehe.

Dr. Eva-Charlotte Proll und Guido Gehrt haben sich unserer tierischen Herausforderung gestellt und unabhängig voneinander je eine Kommentar zum Öffentlichen Dienst geschrieben. Das Ziel: die meisten Tier-Redewendungen, Sprichwörter und Eselsbrücken in einen Kommentar zum Öffentlichen Dienst packen. Ob Guido Gehrt diese Kommentar toppen kann, lest ihr hier.

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