Freitag, 21. Juni 2024

Gesunde Balance zwischen Work und Life

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Malin Jacobson
Malin Jacobson
Malin Jacobson schreibt über Kommunalpolitik und den Öffentlichen Dienst. Ihre Freizeit wird größtenteils durch Cheerleading und Jerusalem bestimmt – immer auf der Suche nach gesellschaftsrelevanten Themen und anregenden Gesprächen.

Was macht eine ungesunde Beziehung aus? Wie gehe ich mit Freunden oder Familienmitgliedern um, die an einer Depression leiden? Gesunde Ernährung? Entspannungsübungen? Wieviel Wasser sollte ich am Tag trinken? Tiktok und Instagram sind voll mit “Anleitungen” zu einem gesunden Leben – auch über das körperliche Wohlbefinden hinaus.

Physische und psychische Gesundheit erhalten immer mehr Raum in den sozialen Medien und in unserem Alltag. Aber, um sich Zeit für sich selbst zu nehmen, braucht es: Zeit. Wie viel Zeit sollte ich also mit Life und wie viel mit Work verbringen? Oder ist vielleicht beides das gleiche? Studien zeigen uns, dass zu viel Arbeiten krank macht. Wer beispielsweise 55 Stunden oder mehr pro Woche arbeitet, hat ein deutlich höheres Risiko, an einem Herzinfarkt zu sterben. Wer häufig gestresst ist, kann an Burnout erkranken. Durch unregelmäßige Dienstzeiten werden wir anfälliger für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, da diese unsere innere Uhr durcheinanderbringen. Aber: Zu arbeiten, tut Körper und Seele gut. Untersuchungen haben auch herausgefunden, dass Depressionen unter Arbeitslosen häufiger auftreten.

Es kommt also auf das richtige Maß und die richtigen Zeiten an. 40 Stunden pro Woche haben sich bis Mitte der 70er Jahre (zuletzt in der Landwirtschaft 1983) in fast allen Branchen etabliert, ebenso wie die Fünftagewoche. Umgangssprachlich auch gerne nine-to-five genannt. Von 9 bis 17 Uhr ist man also beschäftigt…

Und dann öffnet die Hausärztin ihre Praxis erst um 9 Uhr morgens, der Psychotherapeut sogar erst um 10 Uhr – während man eigentlich schon längst im Büro sitzen sollte. Das gute Gemüse ist, bis man abends aus dem Büro kommt, schon weg und es bleibt nur die unreifen, unökologischen Bananen und schon halb angedatsche Paprika zu kaufen. Und dann ist es 18 oder 19 Uhr, draußen ist es dunkel, eigentlich ist es auch kalt, Kräutertee war noch nie wirklich lecker und jetzt noch die Yoga-Matte rauszuholen… Man könnte auch mal wieder Wäsche waschen und Oma anrufe. Oder das Bad putzen, den Abwasch machen und Staub wischen. Und da liegt das Päckchen, das man seit 3 Tagen zur Post bringen will, die aber nur donnerstags bis 18:30 Uhr offen hat und sonst immer schon um 17 Uhr schließt.

Was also tun? Home-Office? Gleitzeit? Viertagewoche? Teilzeit? Die Optionen sind erstmal vielfältig, die vom Arbeitgeber akzeptierten Konzepte dann schon wieder überschaubarer. Wie gestaltet Ihr eure Woche? Worauf achtet ihr, was hat absolute Priorität und wie setzt ihr das durch? Wo kann man auch gerne mal zu spät kommen und welche Tätigkeiten werden regelmäßig aufs Wochenende gelegt?

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