Montag, 20. Mai 2024

Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft: ehrenamtlich für Kolleg*innen im Einsatz

Interessen und Werte

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Deutschland hat mehr als 22.000 Freiwillige Feuerwehren: Die Mehrzahl der Kolleg*innen sind dort ehrenamtlich im Dienst. Diese Zahl macht deutlich, wie sehr der Brand- und Katastrophenschutz und damit auch die medizinische Versorgung der Menschen neben der Berufsfeuerwehr von dem Engagement Ehrenamtlicher abhängen.

Ohne Ehrenamt keine Gewerkschaft

Das Ehrenamt im Einsatzdienst ist eine wichtige Säule auf dem Land wie in der Stadt – und auch bei der Gewerkschaftsarbeit sind Ehrenamtliche unersetzlich. Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft (DFeuG) setzt sich bundesweit als Fachgewerkschaft für die Berufsgruppen von Feuerwehr, Rettungsdiensten, Rettungsleitstellen sowie Brand- und Katastrophenschutzämtern ein. Sie kämpft für bessere Arbeitsbedingungen von Feuerwehrleuten in unterschiedlichen Belangen. Die DFeuG besteht aus 13 Landesverbänden und organisiert sich in unterschiedlichen Arbeitsgruppen. Die Themenvielfalt reicht von Personalrat über Leitstelle bis hin zu Öffentlichkeitsarbeit und Gesundheit. Auch Werkfeuerwehren – also Feuerwehren, die nicht öffentlich sind und einen bestimmten Betrieb schützen – und die Bundeswehrfeuerwehr werden vertreten. Die Arbeit in diesen Teams ist der Kern der täglichen Gewerkschaftsarbeit.

Immer im Fokus: die Expertise der engagierten ehrenamtlichen Kolleg*innen. Denn die Gewerkschaft lebt von der Sachverständigkeit, die die Männer und Frauen mitbringen. „Dieses spezifische Wissen um die Probleme und Anforderungen der Berufsgruppe zeichnet uns aus und unterscheidet uns zusätzlich von den großen, allgemeinen Gewerkschaften. Diese besondere Rolle der Gewerkschaft und der einzelnen Ehrenamtlichen bedeutet aber auch, dass das Engagement zum Großteil in der Freizeit gelebt wird“, sagt der Leiter der Öffentlichkeitsarbeit Tobias Thiele.

Von der Basis für die Basis

Als Fachgewerkschaft ist die DFeuG von der Basis für die Basis. Das beinhaltet vor allem, immer mitzubekommen, was schiefläuft und wo man gebraucht wird. Sich für Andere einzusetzen, motiviert und stiftet Sinn. Aber es ist auch kein Geheimnis, dass ehrenamtliches Engagement sehr viel Zeit und Energie beanspruchen kann. „In Anbetracht der wachsenden Mitgliederzahlen kommen wir regelmäßig an unsere Schmerzgrenze“, so Thiele. Mittlerweile haben sich 8500 Menschen der DFeuG angeschlossen.

„Wir wissen aber: Wenn wir uns nicht für unsere Kolleg*innen einsetzen, sind sie verlassen. Bei den größeren Gewerkschaften sitzen Generalist*innen ohne die wichtigen Einblicke in Feuerwehr und Rettungsdienst“, so DFeuG-Bundesvorsitzender Siegfried Meier. Ein Ehrenamt verlangt Zeit und Engagement. Wenn man weiß, wofür man sich einsetzt, ist es beides wert. Zurecht bezeichnet das Bundesministerium des Innern und für Heimat Ehrenamtliche als einen besonderen „Schatz der Gesellschaft“.

Für die Ziele der DFeuG braucht es auch weiterhin Ehrenamtliche, die mit Leidenschaft für die Belange der Feuerwehrleute kämpfen. Sei es im Personalrat, bei komplexen Tarifverhandlungen oder bei der Anerkennung von geleisteter Arbeitszeit. Denn ohne Engagierte ändert sich nichts.

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