Mittwoch, 8. Februar 2023

“Living Lab” eingeweiht

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Florian Schröder
Florian Schröder
Florian Schröder ist Studentische Hilfskraft in der Redaktion mit Fokus auf Themen der Sicherheit. Nach seinem Psychologiestudium widmet er sich nun einem Studium der Literatur- und Politikwissenschaften.

Die Digitalisierung eröffnet neue Wege in der zivilen Gefahrenabwehr. Drohnen und Rettungsroboter könnten künftig die Einsatzkräfte der Feuerwehr und Rettungsdienste bei ihrer Arbeit unterstützen. Um die Entwicklung voranzutreiben, weihte das Deutsche Rettungsrobotik-Zentrum (DRZ) nun das “Living Lab”, in dem Robotersysteme der zivilen Gefahrenabwehr unter realen Bedingungen entwickelt und getestet werden sollen, ein. Es stellt das Herzstück des DRZ dar.

Enge Verknüpfung von Wissenschaft und Industrie

In einem virtuellen Workshop nach der Einweihung stellten Vertreter von Industrie und Wissenschaft die Einsatzmöglichkeiten und ihre Erfahrungen mit verschiedenen Technologien vor. So berichtete unter anderem die Technische Universität Darmstadt von bodengebundenen Robotersystemen und die Universität Bonn von unbemannten Luftsystemen. Mit der Berliner Feuerwehr waren ebenso Vertreter der Praxis geladen. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende des DRZ, Oskar von Stryk, betonte dabei die Bedeutung des Austauschs von Einsatzkräften, Wissenschaftlern und der Industrie. Durch die pandemiebedingten Einschränkungen sind eine feierliche Eröffnungsveranstaltung und ein wissenschaftliches Symposium erst für Ende Mai vorgesehen.

Einsatzkräfte begeben sich bei ihren Einsätzen oft in Gefahr. Dennoch müssen sie auch in Gefahrensituationen schnell und präzise agieren. An ihrer Stelle könnten jedoch beispielsweise künftig Löschdrohnen Brände bekämpfen, bei denen Einsatzkräfte ansonsten ihr Leben riskieren würden. “Insbesondere sogenannte menschenfeindliche Umgebungen mit Gefahrstoffen, radioaktiver Strahlung oder beispielsweise Trümmern nach Teileinstürzen von Gebäuden bedeuten immer noch große Herausforderungen für Einsatzkräfte“, hob Dirk Aschenbrenner, Koordinator des Forschungsverbundes für das DRZ, die gefährlichen Bedingungen hervor, die Einsatzorte aufweisen können.

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