Donnerstag, 1. Dezember 2022

Jung, dynamisch, erfolgreich – und weiblich!

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Erfolgreiche Frauen sind ja heute glücklicherweise nicht mehr die Ausnahme. Gründerinnen, Geschäftsführerinnen, Vorstände, Managerinnen – gibt’s alles. Natürlich wünschen wir uns mehr davon! Zu allen gesellschaftlichen, gesetzlichen und selbst verpflichtenden Aktivitäten von Unternehmen benötigen Frauen aber auch die innere Einstellung, also das „Ja“ zu der Frage: Will ich denn Karriere machen? Wenn ihr diese Frage positiv beantwortet, dann ist dieser Artikel hier für euch!

Die Schule bereitet uns auf vieles vor, aber nicht darauf, wie es später im Berufsleben so abgeht. Was muss ich eigentlich mitbringen, wenn ich Karriere machen will?
Also entscheidet man sich entweder für eine Ausbildung oder ein Studium und dann wird man schon weitersehen. Und für dieses „Weitersehen“ gibt’s hier ein paar Tipps, denn ein paar wesentliche Dinge sollten unbedingt verinnerlicht sein.

Ich kann alles machen! Es gibt keine Männerberufe und keine Frauenberufe! Alles ist möglich. Wichtig: Man muss Spaß daran haben! Ganz oft kennen wir aber bestimmte Arbeitsbereiche gar nicht, weil wir in unserem Alltag keine Berührungspunkte mit ihnen haben. Daher liebe ich den Girls-Day und kann nur jedem Mädel raten: Schau mal in ein Arbeitsumfeld rein, das nicht ganz oben auf deiner Wunschliste für dein zukünftiges Berufsleben steht. Manchmal lernt man da Sachen kennen, die man nicht erwartet hätte und vielleicht begeistert man sich sogar dafür – z.B. für IT-Security.

Ich kann das! Um erfolgreich sein zu können, muss man zunächst einmal selber an sich glauben! Ich kann das – und das, was ich vielleicht noch nicht kann, kann ich lernen! Diese Denke ist total wichtig. Wir alle machen viele Dinge in unserem Leben das allererste Mal – wir können also noch nicht perfekt darin sein. Wir haben vielleicht schon die eine oder andere Erfahrung gesammelt. Aber reicht das? JA! Denn:

Ich bin mutig! Das Wasser ist zwar ziemlich kalt, aber ich springe trotzdem rein! Ich kann nämlich schwimmen. Viele Frauen sind oft zu „bescheiden“, wenn es um ihre Expertise, ihr Können, ihr Potential geht. Männer dagegen leiden sehr häufig an chronischer Selbstüberschätzung und bewerben sich auf Stellen, für die ihnen manchmal noch reichlich Expertise fehlt. Also los, bewerbe dich, auch wenn du in deinen Augen vielleicht noch nicht alle Kriterien der Stellenausschreibung erfüllst – mehr als eine Absage kannst du nicht bekommen. Dazu zählt im Übrigen auch, dass man Risiken zwar immer im Blick haben muss, aber sie dürfen niemals die Sicht auf die Chancen verdecken. Frauen neigen oft dazu eher vorsichtig zu handeln, also im sicheren Fahrwasser zu bleiben. Aber mutig aus der Komfortzone zu gehen, Neues zu starten, sich durch Herausforderungen zu beißen, wird in der Regel auch mit Erfolg belohnt.

Ich bin mir treu! Merke dir eines: everybody‘s darling is everybody‘s Depp! Hilfsbereitschaft ist eine sehr wichtige Eigenschaft und die sollte man unbedingt pflegen und bewahren. Aber es gibt eine Grenze, wo Hilfsbereitschaft aufhört und ausgenutzt werden anfängt. Da muss man rechtzeitig auch „Nein“ sagen können und klare Grenzen ziehen. Auch wenn eine möglichen Konsequenz ist, dass man sich vielleicht besser einen neuen Job sucht. Ganz oft erreicht man aber durch das Aufzeigen der eigenen Grenzen eher Respekt und Akzeptanz. Sich selber treu bleiben heißt, auch an den eigenen Wertvorstellungen festhalten und sie
nicht über Bord zu werfen, wenn dies scheinbar für die Karriere hilfreich ist. Denke daran, dass du dir morgens im Spiegel in die Augen schauen und fröhlich guten Tag sagen können solltest. Karriere machen ist super – aber nicht um jeden Preis!

Ich bin es wert! Dazu gehört im Übrigen auch die korrekte Bezahlung deiner Arbeitsleistung. Leider haben wir heute ja oft noch die Situation, dass Frauen schlechter bezahlt werden als Männer. Da muss im Zweifel der Mut wieder her: Frag nach der Gehaltserhöhung! Aber bitte mit Fakten begründen – nicht mit Gefühl. Gefühle sind vage und Auslegungssache, Glauben im Übrigen auch. Fakten sind dagegen klar und eindeutig. Wenn man auf seinem Weg ein Ziel erreichen will, dann muss man belegbar aufzeigen können, warum diese oder jene Entscheidung für das Gegenüber die richtige Entscheidung ist. Das muss man lernen – um das nächste Projekt intern durchzusetzen, um den nächsten Verkaufserfolg zu erzielen oder eben auch hinsichtlich Gehalt und der nächsten Position gegenüber den Vorgesetzen.

Ich bin stark! „Zeige mir dein Team und ich sage dir, wer du bist.“ Denn: Starke Leute stellen starke Menschen ein, schwache Leute stellen noch schwächere ein. Dieser Spruch ist so wahr, wie nur irgendwas und hat sich in meiner gesamten Laufbahn immer wieder bewiesen. Als Führungskraft musst du echt was auf dem Kasten haben, aber du musst keinesfalls alles besser können, als deine Mitarbeiter. Dafür brauchst du wirklich gute Leute. Du musst in der Lage sein sie zu führen, Verantwortung abzugeben und auf ihre Expertise zu vertrauen. Auch in dem Bewusstsein, dass du selber den Kopf dafür hinhalten musst, wenn dein Team einen Fehler gemacht hat. Aber wenn du durch deine Persönlichkeit den Respekt deines Teams hast, wird sich jeder anstrengen, sein oder ihr Bestes zu geben.

Eins ist klar: Berufliche Karrieren sind heutzutage meistens kurvig und führen über Höhen und Tiefen. Den eindeutigen, gradlinigen beruflichen Werdegang, wie es ihn vielleicht vor 50 Jahren gab, findest du kaum noch. Im Gegenteil, solch ein Weg wirkt heute eher langweilig. Frische Persönlichkeiten, die auch mal etwas ganz anderes ausprobiert und dafür etwas riskiert haben, vielleicht sogar gescheitert sind, bereichern jedes Team mit ihrer Lebenserfahrung. Davon profitiert ein Unternehmen – deshalb darf und sollte man auch als Führungskraft bei der Beurteilung von Lebensläufen über Tellerränder hinausblicken. Und selber sollte man auch für den eigenen kurvigen Lebenslauf einstehen und ihn gut begründen können. Es führen eben viele Wege nach Rom – und auf der Karriereleiter nach oben.

Christine Kipke ist Security-Awareness-Advocate und Beirat für KnowBe4 in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie ist Co-Founder von exploqii in Berlin, seit 2018 eine hundertprozentige Tochtergesellschaft von KnowBe4. Im Sommer 2020 hat sie die operative Tätigkeit als Geschäftsführerin des Berliner Teams niedergelegt und ist in den Beirat gewechselt. Christine entwickelt seit 2014 Konzepte für Security-Awareness- und Compliance-Schulungsformate. Die mehrsprachigen, multikulturellen Formate wurden mehrfach international ausgezeichnet. 2019 wurde Christine als Herausragende Weibliche Sicherheitsexpertin mit dem OSPA (Outstanding Security Performance Award) ausgezeichnet. Sie moderiert regelmäßig Panel Diskussionen und Veranstaltungen im Kontext von Security mit internationalen Experten aus Wirtschaft und Politik. Auch selbst ist sie ein gern gesehener Gast in Diskussionsrunden und hält regelmäßig Vorträge. Vor exploqii/KnowBe4 war Christine in verschiedenen Positionen in der IT- und Medienbranche tätig und sammelte Erfahrungen in der Theater- und Fernsehproduktion. Mehr als 11 Jahre lang arbeitete die Kommunikations- und Kreativexpertin im Bereich der erklärenden Videokommunikation.

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